27.11 – Roadtrip in den wilden Süden: Von San Jose auf die Osa-Halbinsel
Nach zwei Tagen in der Hauptstadt hieß es heute für uns: Adiós San Jose!
Um ehrlich zu sein: Die zwei Tage waren auch völlig ausreichend. Wir haben uns auf das Innenstadtviertel konzentriert, da uns schnell klar wurde, dass einige Stadtgebiete nicht unbedingt für Touristen geeignet sind. Ein Highlight waren aber definitiv die Museen – wer also mal in San Jose ist, sollte sich die Zeit für einen kulturellen Abstecher nehmen.
Aber jetzt ruft wieder das Abenteuer! Heute früh haben wir unser Auto vom bewachten Parkplatz abgeholt und uns direkt wieder in den Verkehr gestürzt. Unser Ziel: Puerto Jimenez auf der legendären Osa-Halbinsel.
Die längste Etappe unserer Reise
Ein Blick auf die Karte verriet uns schon vorher: Das wird ein langer Tag. Mit ca. 6 bis 7 Stunden Fahrtzeit lag die weiteste Strecke des ganzen Urlaubs vor uns.
Wir verließen die Stadt in Richtung Süd-Osten. Zuerst ging es über eine kleine, kurvige Bergstraße nach Cartago, bevor wir auf den Highway 2 wechselten – die legendäre Panamericana, die uns Richtung Pazifik führen sollte.

Die Fahrt war landschaftlich der Wahnsinn, aber auch fordernd. Wir überquerten mehrere Hügel- und Bergketten (darunter den berühmten Cerro de la Muerte). Das Wetter spielte dabei sein ganz eigenes Spiel: Die Wolken hingen tief mitten in den Bergen, was uns streckenweise dichten Nebel und spontane Regenschauer bescherte. Eine mystische Stimmung, aber man muss am Steuer definitiv wachsam bleiben!
In San Isidro de El General legten wir eine wohlverdiente Pause ein, um uns die Beine zu vertreten. Von dort ging es runter vom Highway und auf der kleineren Landstraße 243 weiter Richtung Meer. Als wir bei Dominical endlich die Küste erreichten, wurde die Fahrt entspannter – immer am Pazifik entlang bis zu unserem Ziel.
Ankunft im Paradies: Puerto Jimenez
Endlich angekommen! Wir haben eingecheckt und waren sofort begeistert: Wir haben ein super Zimmer bekommen. Das absolute Highlight ist unser „Wohnzimmer“ – eine riesige überdachte Terrasse mit direktem Blick auf die Bucht.
Kühlschrank und Kaffeemaschine standen bereit, sodass wir erst einmal eine Pause mit herrlicher Aussicht genießen konnten. Die Unterkunft bietet sogar einen Pool und direkten Meerzugang. Wer noch Energie hat, kann sich hier selbst Kajaks ausleihen und auf Tour gehen.
Wissenswertes zur Osa-Halbinsel & Puerto Jimenez
Ihr fragt euch, warum wir die lange Fahrt auf uns genommen haben? Die Osa-Halbinsel gilt als einer der biologisch intensivsten Orte der Erde! Hier findet man noch echten, primären Regenwald und eine unfassbare Tierdichte.
Puerto Jimenez selbst ist der größte Ort auf der Halbinsel und das Tor zum berühmten Corcovado Nationalpark. Früher war dies eine raue Goldgräberstadt, und noch heute versprüht der Ort mit seinen staubigen Straßen und Holzhäusern einen gewissen „Wild-West-Charme“ – nur eben in den Tropen. Es ist der perfekte Ausgangspunkt, um den „wilden Süden“ Costa Ricas zu erkunden.
Ein perfekter Ausklang
Den Abend haben wir ganz entspannt in einer kleinen Marisquería (Fischrestaurant) ausklingen lassen. Bei einer riesigen Fischplatte ließen wir die Eindrücke der langen Fahrt sacken.
Das war der perfekte Abschluss für einen Tag auf der Straße. Jetzt geht es früh ins Bett, denn morgen wartet das nächste Highlight: Es geht mit einem Guide ins Grüne, um die einzigartige Fauna und Flora hautnah zu entdecken. Wir sind gespannt, welche Tiere uns vor die Linse laufen!







