25.11. – Nebelwald-Magie & Hauptstadt-Kontraste: Von Monteverde nach San José
Manchmal sind Planänderungen genau das Richtige. Nachdem wir es gestern zeitlich nicht mehr geschafft hatten, die berühmten Hängebrücken im Selvatura Park zu besuchen, stand dieses Highlight heute ganz oben auf unserer Liste. Und das Beste daran? Der frühe Vogel fängt den Wurm – oder in unserem Fall: die absolute Stille des Regenwaldes.
Ein Morgen in den Baumwipfeln
Der Tag begann schon fantastisch: Unsere Gastgeber, Sergio und Katja, überraschten uns mit liebevoll gepackten Lunchpaketen. Mit dieser Stärkung im Gepäck machten wir uns sofort auf den Weg.
Da wir so früh dran waren, gehörten wir zu den allerersten Besuchern. Das war ein unbezahlbarer Luxus. Wir hatten die 13 Hängebrücken fast für uns allein. Keine Menschenmassen, kein Lärm – nur wir und der atemberaubende Blick über und durch das dichte Grün.
Wissenswertes über Monteverde:
Monteverde ist einer der seltenen und schützenswerten Nebelwälder der Erde. Da diese Wälder oft in Wolken gehüllt sind, herrscht hier eine extrem hohe Luftfeuchtigkeit. Das sorgt für eine explosionsartige Pflanzenvielfalt: Die Bäume sind oft über und über mit Moosen, Farnen, Orchideen und Bromelien bewachsen (sogenannte Epiphyten). Obwohl dieses Gebiet nur einen winzigen Teil der Landfläche Costa Ricas ausmacht, beherbergt es ca. 2,5 % der weltweiten Biodiversität!
Abschied von „Mi Casa Su Casa“ 👋🏼
Nach diesem Naturerlebnis ging es zurück zur Unterkunft, um die Koffer zu holen. Der Abschied von Sergio und Katja fiel uns nicht leicht – wir wurden unglaublich herzlich verabschiedet. Wer von euch eine Reise nach Monteverde plant, dem können wir diese Unterkunft nur wärmstens ans Herz legen. Es ist definitiv ein „Place to go“ mit echtem Familienanschluss.
Hier sind die Kontaktdaten für eure Planung:
MI CASA SU CASA MONTEVERDE
Adresse: 300 metros Norte y 50 mts Este del Colegio de Santa Elena, 60109, CR
Telefon: +506 8846 3550
E-Mail: micasasucasamonteverde@gmail.com
Website: https://micasasucasamonteverde.com/
Roadtrip nach San José
Gegen Mittag hieß es dann: Ab in das Auto und Richtung Hauptstadt. Die Fahrt dauerte etwa drei Stunden und war ein Erlebnis für sich. Die Straßenverhältnisse wechselten munter zwischen gut geteerten Abschnitten und holprigen Feldwegen – ein echtes costa-ricanisches Abenteuer.
Landschaftlich war die Fahrt sehr aufschlussreich. Je näher wir der Stadt kamen, desto mehr veränderte sich das Bild. Zogen anfangs noch teilweise recht heruntergekommene Häuser an uns vorbei, wurde die Bausubstanz im „Speckgürtel“ der Stadt sichtlich besser.
Ankunft im Großstadtdschungel
In San José angekommen, zeigten sich uns sofort die krassen Gegensätze einer lateinamerikanischen Metropole. Es ist ein Bild, das nachdenklich macht: Auf der einen Seite sieht man teure Luxusautos am Straßenrand, nur wenige Meter entfernt liegen Obdachlose auf dem Gehweg.
Kurz-Info zu San José:
San José liegt im Zentraltal (Valle Central) auf ca. 1.170 Metern Höhe und ist das politische und kulturelle Herz Costa Ricas. Hier lebt etwa ein Drittel der gesamten Bevölkerung des Landes. Die Stadt ist bekannt für ihre lebendige Geschichte und Architektur (wie das Nationaltheater), kämpft aber auch mit typischen Großstadtproblemen wie Verkehrsstaus und sozialer Ungleichheit. Sie ist oft laut und chaotisch, aber auch der authentische Dreh- und Angelpunkt des Landes.
Nach der Ankunft haben wir uns mit dem Uber auf zum Mercado Central gemacht. Ein Häuserblock mit quirligen Geschäften und engen Gassen. Leider wurde gegen 17:30 Uhr bereits alles zu gemacht. Also raus aus dem Markt und noch die Straße an der Nationalbank entlang. Auf Abend haben wir mal ein FastFood versucht: TacoBell, was es bei uns nicht gibt. Kurz gesagt: interessant, nicht mal so schlecht. Aber angesicht unserer Dönerläden, hätten sie eine richtig starke Konkurrenz. Danach wieder ein Uber gerufen und zurück ins Hotel.
Wir sind nun gespannt, was uns morgen erwartet und lassen den Abend mit vielen gemischten Eindrücken ausklingen.














