Tag 2: Regenwetter, Vintage und ein malerisches Dort am Minico

Manchmal meint es der Wettergott am Gardasee nicht ganz so gut mit uns, so auch an diesem Morgen. Der Tag startete grau und verregnet. Doch davon lassen wir uns auf Reisen natürlich nicht aufhalten.

​Unser gemütlicher Start in den Tag

Um richtig wach zu werden, stand am Morgen zuerst unser Pflichtprogramm der letzten Jahre an: Die Pasticceria Acquolina, die glücklicherweise nur 30 Meter neben unserem Appartement liegt. Ein kurzer Spurt durch den Regen reichte, um im Trockenen bei einem richtig guten italienischen Kaffee zu stehen. Dazu gab es kleine Leckereien wie Fiamma Pistaccio und Sfogliatelle … genau das Richtige, um einem tristen Morgen etwas Glanz zu verleihen.

Frühstück in der Pasticceria, (c) Caro

​Planänderung in Valeggio sul Mincio

Frisch gestärkt setzten wir uns ins Auto und fuhren nach Valeggio sul Mincio. Unser eigentliches Ziel war der bekannte Vintagemarkt, der normalerweise malerisch im Stadtzentrum stattfindet. Dort angekommen, schlenderten wir bei leichtem Nieselregen durch die leeren Gassen, bevor wir uns bei einem weiteren Kaffee aufwärmten. Am Rathaus entdeckten wir dann den rettenden Aushang: Der Markt wurde wegen des Regens kurzerhand in eine große Halle im Industriegebiet verlegt. Also machten wir uns direkt auf den Weg dorthin, schlenderten durch die trockene Halle und stöberten ganz in Ruhe durch die Vintage-Schätze.

​Die Legende der „Liebesknoten“

​Mittags kehrten wir in das „I Giardini del Borghetto“ ein. Es gab Vitello Tonnato und natürlich die handgemachten Tortellini, für die Valeggio berühmt ist. Was viele nicht wissen: Diese Pasta ist hier nicht einfach nur ein Gericht, sondern ein Stück Geschichte.

Man nennt die Tortellini in Valeggio auch „I Nodi d’Amore“, die Liebesknoten. Der Legende nach verliebte sich der sterbliche Hauptmann Malco in die wunderschöne Flussnymphe Silvia. Da ihre Liebe in der realen Welt keine Zukunft hatte, folgten sie einander in die Tiefen des Mincio. Am Ufer ließen sie als Zeichen ihrer ewigen Liebe ein goldgelbes, geknotetes Seidentuch zurück. Genau diesem geknoteten Tuch ist die Form der hauchdünnen, gefüllten Pasta nachempfunden.

​Ein Abstecher in ein Märchen: Borghetto sul Mincio

​Nach dem Essen spazierten wir durch das angrenzende Borghetto sul Mincio. Es ist völlig verständlich, warum dieses Dorf offiziell zu den „Borghi più belli d’Italia“ (den schönsten Orten Italiens) zählt.

Das kleine Dorf scheint direkt in den Fluss Mincio hineingebaut zu sein. Mit seinen alten Wassermühlen, von denen einige noch heute in Betrieb sind, und den mittelalterlichen Steinbrücken wirkt es wie eine lebendige Filmkulisse. Die Atmosphäre ist trotz oder vielleicht gerade wegen des wolkenverhangenen Himmels sehr gemütlich. Das stetige Rauschen des Wassers ist hier der ständige Begleiter und macht den Ort absolut magisch. Caro hat den Ort perfekt mit der Kamera eingefangen…

​Auf historischen Wegen zum Il Leone

​Da sich das Wetter nicht mehr wirklich bessern wollte, machten wir uns auf den Weg zum Shoppingzentrum Il Leone. Die Fahrt dorthin war jedoch ein kleines Highlight für sich, denn unsere Route führte uns direkt durch Solferino. Dieser geschichtsträchtige Ort, der einst Schauplatz einer gewaltigen Schlacht war und Henry Dunant zur Gründung des Roten Kreuzes inspirierte, bot vom Auto aus einen wunderschönen Anblick.

Im Il Leone angekommen, haben wir erst einmal das Angebot gesichtet und uns einen Überblick verschafft. Und da die Wettervorhersage für morgen leider weiterhin Regen verspricht, steht unser Plan für Tag 3 bereits fest: Es geht noch einmal zurück ins Shoppingcenter, diesmal für eine ausgiebige Tour.

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